25. November 2026
09:00 – 11:30 Uhr
Saarbrücken

KI für die industrielle Bildprüfung: Von der Sensorik zur smarten Auswertung

Erfahren Sie in diesem Training, wie Sie KI und moderne Sensorik für die automatisierte visuelle Qualitätssicherung einsetzen können. Anhand konkreter industrieller Beispiele zeigen wir ihnen, wie Prüfaufgaben strukturiert, Messverfahren ausgewählt und KI-Methoden sinnvoll bewertet werden. Lernen Sie, welche Rolle Datenqualität, Fehlentscheidungen und die Integration in den Produktionsprozess spielen. In Demonstrationen veranschaulichen wir typische Lösungsansätze. Ihre Chance: Bringen Sie ein eigenes Bauteil oder Prüfproblem mit und diskutieren Sie gemeinsam mit uns individuelle Ansätze und nächste Schritte für Ihre Anwendung.

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Artikelnummer: 1-7-11729 Kategorie:

Modul 1: Prüfaufgabe und KI-Prüfung

Lernen Sie, Prüfziele klar zu formulieren, typische Prüfarten zu unterscheiden und einzuschätzen, sowie zu entscheiden, wann feste Regeln oder KI für eine automatische Qualitätsprüfung sinnvoll sind.

  • Qualitätssicherung, Qualitätskontrolle und Qualitätsprüfung im Produktionsalltag klar voneinander abgrenzen lernen
  • Manuelle Prüfung, Stichprobe und automatische 100-Prozent-Prüfung nach Nutzen und Aufwand vergleichen
  • Klassifizieren, lokalisieren, segmentieren und vermessen als typische Prüfaufgaben sicher unterscheiden lernen
  • Qualitätsmerkmale und die Folgen einer Fehlentscheidung als Startpunkt für Lösungen festlegen

Modul 2: Sensorik und Bildentstehung

Erfahren Sie, welche Rolle Sensorik, Beleuchtung und Bildentstehung spielen und warum Fehler für eine zuverlässige KI-Prüfung zuerst stabil, sichtbar oder messbar sein müssen.

  • Auflösung, Sichtfeld, Defektgröße und feste Bauteillage als wichtige Grundgrößen richtig einordnen
  • Beleuchtung, Reflexionen und Oberflächen als häufige Ursachen schwankender Prüfergebnisse frühzeitig erkennen
  • 2D-Kamera, Laserprofil und besondere Aufnahmearten passend zum Prüfmerkmal auswählen und vergleichen
  • Shape from Shading (SFS) als Beispiel für besser sichtbare Oberflächenfehler praxisnah kennenlernen

Modul 3: Passende KI-Methode wählen

Lernen Sie, zentrale Verfahren der visuellen KI-Prüfung zu unterscheiden und ihre Ergebnisse passend zu typischen Qualitätsaufgaben in der Produktion einzuordnen.

  • Klassifikation für „i.O.“ oder „n.i.O.“ und feste Fehlerklassen gezielt im Prüfprozess einsetzen
  • Objektdetektion zur Erkennung und Lokalisierung sichtbarer Defekte im Bild sinnvoll nutzen
  • Segmentierung für genaue Fehlerflächen, Formen und Maße im Prüfprozess passend einordnen
  • Anomalieerkennung bei unbekannten oder schwer beschreibbaren Fehlerbildern verstehen und bewerten können.

Modul 4: Daten und Prüfqualität bewerten

Erfahren Sie, welche Daten robuste Modelle benötigen und wie Kennzahlen, Fehlerarten und Schwellenwerte in belastbare betriebliche Qualitätsentscheidungen übersetzt werden.

  • Trainings-, Validierungs- und Testdaten mit ihren Rollen im Lernprozess sauber unterscheiden
  • Klassenlabels, Bounding Boxes und Pixelmasken als typische Formen der Annotation kennenlernen
  • Gutteilvarianz, seltene Fehler und wechselnde Prozessbedingungen im Datensatz realistisch abbilden
  • False Positives, False Negatives, Precision, Recall und Confidence praxisnah für Entscheidungen nutzen

Modul 5: Vom Demonstrator zur Prüflösung

Lernen Sie, die gesamte Prüfkette zu betrachten und technische Machbarkeit, Integration sowie den Nutzen eines Proof of Concept für den Produktionsprozess einzuschätzen.

  • Sie betrachten die gesamte Prüfkette und bewerten gemeinsam die technische Machbarkeit, Integration und den Nutzen eines Proof of Concept für den eigenen Produktionsprozess.
  • Inline- und Offline-Prüfung nach Taktzeit, Latenz und nötiger Hardware sinnvoll unterscheiden.
  • Sensor, Recheneinheit, KI und Prozessreaktion werden als Gesamtsystem betrachtet und geplant
  • Rückverfolgbarkeit, Monitoring und Änderungen im laufenden Produktionsprozess von Beginn an berücksichtigen
  • Build versus Buy sowie Ziele und Grenzen eines Proof of Concept bewerten

Vorteile / Zielsetzung

  • Bessere Investitionsentscheidungen: Sie können einschätzen, ob eine Prüfaufgabe für KI geeignet ist und welche Sensorik, Daten sowie technische Schritte ein belastbarer Proof of Concept benötigt.
  • Praxisnahes technisches Verständnis: Reale Demonstratoren zeigen, wie Aufnahmeverfahren, KI-Methode und Qualitätsentscheidung zusammenspielen – ohne Programmierkenntnisse, aber mit direktem Praxisbezug.
  • Direkter Transfer in den Betrieb: Mit klaren Leitfragen strukturieren Sie eigene Prüfprobleme und identifizieren Ansatzpunkte für robuste, wirtschaftlich sinnvolle Automatisierung in der Produktion.

Zielgruppe / Vorkenntnisse

  • Entscheider*innen, Produktions- und Qualitätsverantwortliche, Mitarbeitende im Qualitätsmanagement sowie Anlagenplaner*innen aus KMU, die automatisierte Prüfprozesse bewerten, planen oder einführen möchten.
  • Technisches Interesse genügt; KI-Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich.
Datum:
25.11.2026
Beginn:
09:00 Uhr
Ende:
11:30 Uhr
Veranstaltungsort:
ZeMA gGmbH
Eschberger Weg 46, 66121 Saarbrücken (Saarland), Deutschland
Kontaktperson:
info@edih-saarland.de
Referent*in:
Stefan Marx, Experte für visuelle Qualitätssicherung & KI
Themenschwerpunkte:
KI, visuelle Qualitätssicherung, Computer Vision, Sensorik, industrielle Bildverarbeitung, Objektdetektion, Anomalieerkennung, Zero Defects, Proof of Concept
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