Vom Matchmaking zum europäischen Impact: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit für KI in der Wissenschaft und vertrauenswürdige KI

Herausforderung #1

Geeignete europäische Partner für strategische KI- und Forschungsprojekte zu identifizieren.

Herausforderung #2

Regionale Kompetenzen mit europäischen Forschungs- und Innovationsprioritäten zu verknüpfen.

Herausforderung #3

Grenzüberschreitende Kooperationen in konkrete Projekte und Förderanträge zu überführen.

Über das Projekt

Projektziele

Ziel des Projekts war es, Forschungs- und Innovationsakteure der Großregion gezielt miteinander zu vernetzen und ihre Beteiligung an europäischen Forschungs- und Innovationsinitiativen zu stärken. Im Mittelpunkt standen die Themen AI in Science, Trusted AI und Cybersicherheit sowie die Unterstützung der europäischen KI-Strategie und der Initiative RAISE (Resource for AI Science in Europe).

Ausgangslage

Europa verfügt über starke Kompetenzen in den Bereichen KI, Cybersicherheit und digitale Forschung. Dennoch entstehen grenzüberschreitende Kooperationen nicht von selbst. Häufig fehlen geeignete Kontakte, gemeinsame Projektideen oder der Zugang zu europäischen Förderinitiativen. Die zentralen Herausforderungen bestanden darin,

geeignete europäische Partner für strategische Forschungsprojekte zu identifizieren, regionale Kompetenzen mit europäischen Prioritäten zu verbinden, die Sichtbarkeit der Großregion auf europäischer Ebene zu erhöhen und neue Kooperationen frühzeitig in europäische Förderprogramme einzubinden.

Unternehmensbeschreibung

Vorgehen

Gemeinsam mit den European Digital Innovation Hubs (EDIHs) der Großregion sowie den Enterprise Europe Networks Rheinland-Pfalz/Saar und Grand-Est organisierte EDIH Saarland auf der KETs 2025 in Straßburg gezielte Matchmaking- und Networking-Aktivitäten. Dazu gehörten unter anderem ein gemeinsamer EDIH-/EEN-Pavillon sowie individuelle Gespräche zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und europäischen Partnern. Die dadurch entstandenen Kontakte führten zu: 

  • wertvollen Connections für zukünftige Horizon-Europe-Ausschreibungen,
  • einem Vernetzungstreffen mit der European Science Foundation zum Thema AI in Science
  • Gesprächen zwischen EDIH Walhub und einer belgischen Wirtschaftsdelegation zu Trusted AI und Cybersicherheit.

EDIH Saarland übernahm dabei die Rolle eines neutralen Vermittlers und Connectors zwischen Forschung, Innovation und europäischen Netzwerken.

Projektergebnis

Aus den Matchmaking-Aktivitäten entstanden unmittelbar zwei konkrete Kooperationen:

Horizon-Europe-Projekt SCIANCE

Aus einem ersten Vernetzungsgespräch entwickelte sich gemeinsam mit elf europäischen Partnerorganisationen der erfolgreiche Horizon-Europe-Antrag SCIANCE, der im September 2025 eingereicht wurde. Das Projekt unterstützt die europäische Initiative RAISE und verfolgt das Ziel, KI-gestützte Forschung europaweit besser zu koordinieren. Das Konsortium wurde im November 2025 auf dem AI in Science Summit in Kopenhagen von der Europäischen Kommission vorgestellt. Für die beteiligten Partner der Großregion ergaben sich unter anderem:

  • Mitwirkung an der europäischen Forschungsagenda für AI in Science,
  • frühzeitiger Zugang zu zukünftigen europäischen Förderprioritäten,
  • stärkere grenzüberschreitende Zusammenarbeit sowie
  • eine höhere Sichtbarkeit auf europäischer Ebene.
Memorandum of Understanding zwischen CYBERWAL und CERTAIN

Ein weiteres Matchmaking führte zu einer langfristigen Zusammenarbeit im Bereich Trusted AI und Cybersicherheit. Nach einem ersten Treffen auf der KETs 2025 folgte ein Besuch von CYBERWAL am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Daraus entstand im Oktober 2025 die Ausarbeitung eines Memorandum of Understanding zwischen CYBERWAL und dem Center for European Trusted AI (CERTAIN) als Grundlage für zukünftige gemeinsame Projekte.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Projekt

Gezieltes Matchmaking schafft die Grundlage für erfolgreiche europäische Forschungskooperationen.
Die Zusammenarbeit von EDIHs und dem Enterprise Europe Network erhöht die Reichweite regionaler Innovationsakteure.
Eine strukturierte Nachbereitung von Netzwerktreffen beschleunigt die Entwicklung gemeinsamer Projekte.
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