Modul 1: Prüfaufgabe und KI-Prüfung
Lernen Sie, Prüfziele klar zu formulieren, typische Prüfarten zu unterscheiden und einzuschätzen, sowie zu entscheiden, wann feste Regeln oder KI für eine automatische Qualitätsprüfung sinnvoll sind.
- Qualitätssicherung, Qualitätskontrolle und Qualitätsprüfung im Produktionsalltag klar voneinander abgrenzen lernen
- Manuelle Prüfung, Stichprobe und automatische 100-Prozent-Prüfung nach Nutzen und Aufwand vergleichen
- Klassifizieren, lokalisieren, segmentieren und vermessen als typische Prüfaufgaben sicher unterscheiden lernen
- Qualitätsmerkmale und die Folgen einer Fehlentscheidung als Startpunkt für Lösungen festlegen
Modul 2: Sensorik und Bildentstehung
Erfahren Sie, welche Rolle Sensorik, Beleuchtung und Bildentstehung spielen und warum Fehler für eine zuverlässige KI-Prüfung zuerst stabil, sichtbar oder messbar sein müssen.
- Auflösung, Sichtfeld, Defektgröße und feste Bauteillage als wichtige Grundgrößen richtig einordnen
- Beleuchtung, Reflexionen und Oberflächen als häufige Ursachen schwankender Prüfergebnisse frühzeitig erkennen
- 2D-Kamera, Laserprofil und besondere Aufnahmearten passend zum Prüfmerkmal auswählen und vergleichen
- Shape from Shading (SFS) als Beispiel für besser sichtbare Oberflächenfehler praxisnah kennenlernen
Modul 3: Passende KI-Methode wählen
Lernen Sie, zentrale Verfahren der visuellen KI-Prüfung zu unterscheiden und ihre Ergebnisse passend zu typischen Qualitätsaufgaben in der Produktion einzuordnen.
- Klassifikation für „i.O.“ oder „n.i.O.“ und feste Fehlerklassen gezielt im Prüfprozess einsetzen
- Objektdetektion zur Erkennung und Lokalisierung sichtbarer Defekte im Bild sinnvoll nutzen
- Segmentierung für genaue Fehlerflächen, Formen und Maße im Prüfprozess passend einordnen
- Anomalieerkennung bei unbekannten oder schwer beschreibbaren Fehlerbildern verstehen und bewerten können.
Modul 4: Daten und Prüfqualität bewerten
Erfahren Sie, welche Daten robuste Modelle benötigen und wie Kennzahlen, Fehlerarten und Schwellenwerte in belastbare betriebliche Qualitätsentscheidungen übersetzt werden.
- Trainings-, Validierungs- und Testdaten mit ihren Rollen im Lernprozess sauber unterscheiden
- Klassenlabels, Bounding Boxes und Pixelmasken als typische Formen der Annotation kennenlernen
- Gutteilvarianz, seltene Fehler und wechselnde Prozessbedingungen im Datensatz realistisch abbilden
- False Positives, False Negatives, Precision, Recall und Confidence praxisnah für Entscheidungen nutzen
Modul 5: Vom Demonstrator zur Prüflösung
Lernen Sie, die gesamte Prüfkette zu betrachten und technische Machbarkeit, Integration sowie den Nutzen eines Proof of Concept für den Produktionsprozess einzuschätzen.
- Sie betrachten die gesamte Prüfkette und bewerten gemeinsam die technische Machbarkeit, Integration und den Nutzen eines Proof of Concept für den eigenen Produktionsprozess.
- Inline- und Offline-Prüfung nach Taktzeit, Latenz und nötiger Hardware sinnvoll unterscheiden.
- Sensor, Recheneinheit, KI und Prozessreaktion werden als Gesamtsystem betrachtet und geplant
- Rückverfolgbarkeit, Monitoring und Änderungen im laufenden Produktionsprozess von Beginn an berücksichtigen
- Build versus Buy sowie Ziele und Grenzen eines Proof of Concept bewerten
Vorteile / Zielsetzung
- Bessere Investitionsentscheidungen: Sie können einschätzen, ob eine Prüfaufgabe für KI geeignet ist und welche Sensorik, Daten sowie technische Schritte ein belastbarer Proof of Concept benötigt.
- Praxisnahes technisches Verständnis: Reale Demonstratoren zeigen, wie Aufnahmeverfahren, KI-Methode und Qualitätsentscheidung zusammenspielen – ohne Programmierkenntnisse, aber mit direktem Praxisbezug.
- Direkter Transfer in den Betrieb: Mit klaren Leitfragen strukturieren Sie eigene Prüfprobleme und identifizieren Ansatzpunkte für robuste, wirtschaftlich sinnvolle Automatisierung in der Produktion.
Zielgruppe / Vorkenntnisse
- Entscheider*innen, Produktions- und Qualitätsverantwortliche, Mitarbeitende im Qualitätsmanagement sowie Anlagenplaner*innen aus KMU, die automatisierte Prüfprozesse bewerten, planen oder einführen möchten.
- Technisches Interesse genügt; KI-Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich.
