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Lokale KI-Lösungen – einfach erklärt und sinnvoll genutzt!
Liebe Leserinnen und Leser,
heute möchten wir Ihnen erläutern, welche Möglichkeiten lokal betriebene KI-Modelle, sogenannte Large Language Models (LLMs), bieten. Wir erklären die wichtigsten Begriffe und Funktionsweisen sowie die Vor- und Nachteile von Cloud- versus lokal betriebenen Applikationen.
Was ist der Unterschied zwischen…?
KI-Applikationen wie beispielsweise ChatGPT von Open AI aus den USA, Le Chat von Mistral aus Frankreich oder DeepSeek aus China sind vielen bereits ein Begriff. Sie ermöglichen die Generierung von natürlich klingenden Texten, das verständliche Zusammenfassen von Informationen oder sogar das Generieren von Bildern, Sprache oder Videos. Das Besondere ist, dass es keiner komplizierten Anweisungen in einer Programmiersprache mehr bedarf, sondern ihre Ergebnisse aus menschlicher Formulierung heraus generiert werden. Fast alle dieser Applikationen arbeiten jedoch auf den Cloudservern der Anbieter und sind ausschließlich über das Internet erreichbar. Sie bringen entsprechende Nachteile hinsichtlich des Datenschutzes mit sich.
Eine der spannendsten Anwendungen im Unternehmenskontext sind daher lokal betriebene KI-Systeme in Verbindung mit persönlichen unternehmensinternen Daten. So lassen sich Modelle nicht nur für den eigenen Gebrauch anpassen, sie bieten die Möglichkeit, zielgerichteter die eigenen Anforderungen erfüllen zu können. Genau hier kommen lokale Sprachmodelle und Applikationen ins Spiel. Diese lassen sich lokal auf eigener Hardware hosten und können so sicherer und flexibler genutzt werden als Online-Applikationen.
Was bedeutet eigentlich…?
Large Language Models (LLMs) sind KI-Modelle, die menschliche Sprache verstehen und u.a. natürlich klingende Texte generieren können. Die Anzahl der Modellparameter (z.B. 7B oder 70B) gibt an, wie leistungsfähig ein Modell ist – größere Modelle (z.B. Llama 3 70B) benötigen allerdings auch leistungsfähigere Hardware.
Die Retrieval-Augmented Generation Technologie (RAG) ist heutzutage in aller Munde. Diese erlaubt es dem KI-Modell, aktuelle Informationen gezielt aus externen Quellen abzurufen und präzise Antworten auf spezifische Fragen zu generieren. So können eigene Daten einfach in das System eingebunden werden.
Lokales Hosting bezeichnet den Betrieb von Software direkt auf Ihrer eigenen Hardware, ohne Nutzung von Cloud-Diensten und mit einer API (Programmierschnittstelle) ist es darüber hinaus möglich, über externe Programme und Anwendungen einfach und flexibel mit der lokal gehosteten Software zu kommunizieren.
Lokale Lösungen bieten den großen Vorteil, dass Ihre Daten sicher auf Ihrem eigenen Server oder Rechner verbleiben und keine laufenden Cloud-Kosten entstehen. Allerdings benötigen leistungsstärkere Modelle leistungsfähigere Hardware, sonst entstehen längere Antwortzeiten.
Welche Hardware brauche ich?
Einstiegsmodelle wie Llama 3 (8B), Mistral 7B oder Phi-3 eignen sich hervorragend für alltägliche Anwendungen und können selbst auf handelsüblichen Büro-Laptops mit 8–16 GB RAM betrieben werden – insbesondere dann, wenn keine Retrieval-Augmented-Generation (RAG) verwendet wird. Diese Modelle lassen sich meist über die CPU oder integrierte GPUs (z. B. Intel Arc oder Apple M-Chips) effizient ausführen.
Für leistungsstärkere Modelle wie Llama 3 (70B) oder Mixtral 8×7B ist hingegen deutlich mehr Rechenleistung erforderlich. Hier empfiehlt sich eine Workstation oder ein Server mit mindestens 32 GB RAM und einer dedizierten GPU mit mindestens 24 GB VRAM (z. B. NVIDIA RTX 4090 oder A6000). Diese Systeme ermöglichen nicht nur größere Kontexte und schnellere Inferenzzeiten, sondern auch Funktionen wie RAG. Für den produktiven Betrieb oder parallele Abfragen kann zudem der Einsatz mehrerer GPUs sinnvoll sein.
Fazit
Lokale KI-Lösungen ermöglichen Sicherheit, Flexibilität und langfristige Kosteneffizienz. Sie sind besonders geeignet für Unternehmen, die Datenschutz ernst nehmen und dennoch nicht auf die Vorteile von KI-Anwendungen verzichten möchten.
Wir hoffen, dieser Überblick hilft Ihnen, lokale KI-Anwendungen zu verstehen und Möglichkeiten für den sinnvollen Einsatz zu erkennen!
Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, vereinbaren Sie einfach einen Termin für eine kostenfreie Sprechstunde unter info@edih-saarland.de. Wir unterstützen Sie gerne bei der Umsetzung Ihres Projekts!

Autor
Daniel Silva
East Side Fab

